Wasser sparen

Nicht ueberall in den USA wird mit Wasser gespart. Da waere als haarestraeubendes Negativbeispiel Las Vegas zu nennen, wo mitten in der Wueste Wasseroasen kuenstlich hergestellt werden, deren Nuetzlichkeit fuer die allgemeine Gesellschaft doch sehr in Frage gestellt werden koennen.

Gestern hoerte ich einen Bericht ueber Los Angeles, eine andere Stadt in der Wueste, die ihr Wasser aus der Sierra Nevada bezieht, wo in der Vergangenheit beinahe alles Wasser vom Mono Lake abgeleitet wurde, einem Salzsee, der fuer das oekologische Gleichgewicht in der Sierra Nevada grundlegend ist. Das hatte einen Wasserrueckgang im See zur Folge, und verschiedene andere Schaeden fuer die Natur, die mich nur aergerlich machen. Aber natuerlich, Fortschritt und Bevoelkerungswachstum braucht Wasser.

Dass dabei 39% allen persoenlichen Wasserverbrauchs von der Bewaesserung des gruenen Rasens kommt, ist nicht nur traurig, sondern beinahe unverantwortlich. Die Warnung, beim Zaehneputzen doch das Wasser auszuschalten, scheint daneben fast laecherlich. Auch an die Angewohnheit des Geschirrspuelens bei laufendem Wasser habe ich inzwischen gewoehnt. Hilft ja auch nicht, die riesigen Spuelen erst mit Wasser vollaufen zu lassen, um dann spaeter die Seife trotzdem noch separat abzuwaschen.

Und all die Swimmingpools in den Los Angelesen Gaerten? Da moechte ich ja gar nicht daran denken. Trotzdem gibt es ein hochamtliches Gesetz des Wassersparens in der suedlichen Metropole und offensichtlich hilft es: Die Bevoelkerung wuchs in den letzten Jahren um eine Million, der Wasserverbrauch jedoch ist gleichgeblieben. Scheint auf den ersten Blick ja erfolgreich, oder?

In den letzten 10 Jahren wurden in LA kostenlose Toiletten verteilt, die nur (?) 1.6 Gallonen Wasser per Spuelgang verbrauchen (Wasserstop ist bei den Toiletten hier weitgehend unbekannt, da das Spuelsystem ein anderes ist als in Deutschland und praktisch immer das ganze Wasser wegmuss.

Und, dass die Stars und Moechtegernstars in diesem Land des Nichtkoerpergeruchs dreimal pro Tag duschen, davon redet auch niemand.

Ja, Wasser und energiesparen - es braucht dann hier vielleicht doch noch ein paar Jaehrchen, hoffentlich ist es dann nicht zu spaet, denn wie schon mein erdkundelehrer in den 80ern wusste: Wasser=Leben.

Landschaftspflege

Die Tomaten sind gepflanzt, der Salat geerntet. Obwohl, dem Salat wurde irgendwie jegliche Chance gestolen, groesser als eine handvoll zu werden, da unsere Tochter nun unter die Gaertner gegangen ist und Salat offensichtlich zu den Unkraeutern zaehlt. Waehrend ich noch dachte, die Schnecken haetten sich daran verkoestigt, wurde mir erklaert, dass es mitnichten Ungeziefer, sondern kleine Patschhaende waren, die da die Loecher in die Blaetter rissen.

Doch derweil anderswo wird der Natur der Garaus gemacht. Nachdem Anfang des Jahres ein paar Unwetter das ihrige angerichtet und mehrere Baeume verschiedene Haeuser umgemaeht hatten, brach offensichtlich die Baumpanik im Lande aus und alles, was nach morscher Eiche im weitesten Sinne aussah, wurde mit Genehmigung von Gemeinden, Laendern und Aemtern umgesaegt. Egal, ob besagter Baum schon seit Jahrhunderten denselben Platz huetete oder nicht. So fielen auch in unserer baumarmen Gegend gleich 7 Baeume in einer Strasse der Hackwut zum Opfer. Der Nichtfachmann fragt sich, ob es nicht das Absaegen einiger gefaehrlich haengender Aeste getan haette.

Doch dem nicht genug. Bei einem Spaziergang letzte Woche durch den Park, der als Baseballplatz fuer die hiesige Highschool und als Hundelaufplatz fuer die ansaessigen Hundehalter dient, fiel mir auf, dass ein ganzer Huegel frischen Grasses, Gruenzeug und sonstigem Bewuchs abgemaeht, und mit Unkrautvertilgern zur Steinwueste gemacht wurde. Ein Huegel, wo noch vor einem Jahr Erdhoernchen (oder Maulwuerfe?) froehlich frische Blaetter unter die Erde gezogen haben. Selbige TIere muessen sich jetzt dann eben einen anderen Platz suchen. Naheliegende Gaerten bieten sich an, deren Bewohner sicher zu drastischen Mitteln greifen werden, um die bezeichnenden Erdhuegel aus ihrem englischen Rasen wieder loszuwerden. So kann sich der Maulwurf nun eben ueberlegen, ob er lieber in der Einoede verhungert oder unter dem Rasen vergiftet wird.  Sollen die doch endlich unsere Behausungen in Ruhe lassen.

Doch der Mensch schafft es nicht nur, die Um- und Tierwelt zu vergraulen, nein, er bekaempft sich auch selbst, indem er Pestizide in besagtem Park verspritzt. Zum Glueck lebe ich ja nun in Californien, wo man die Pestizide zwar benutzen kann, die Bevoelkerung darueber jedoch gewarnt werden muss. Zwar nur an der Seite des Parkes, die ich als Ausgang benutze, aber dennoch, wer will schon so kleinlich sein.

Ob wohl all die Hundebesitzer wissen, was der Hund da mit dem Stoeckchen zurueck zum Herrchen bringt? Und die Kinder, die auf dem Rasen Baseball spielen? Nun, wenigstens ist er schoen gruen.

Pflegen wir unsere Landschaft zu Tode?

Versuch

Ok, ich versuch's.

Die letzten paar Tage (Wochen? Monate?), wenn ich versucht war, einen Blogbeitrag zu leisten, wachte jeweils mein Traumkind aus ihrem Tiefschlaf, egal, wielange sie schon drin war.

Daher fehlt Euch jegliches Update von meinem Leben. Das bleibt auch weiterhin so, da ich heute erstmal vor mich hinsinnieren moechte. Darueber naemlich, dass meine neu erstandene, supergutriechende Koerperlotion in der U-Bahn Gesocks anzieht.

Da habe ich also heute morgen zum zweiten Mal diese sagenhafte Lotion benutzt. Und gleich beim Deli, wo ich mein Fruehstueck eingekauft habe, ein Kompliment gekriegt, dass ich frisch wie der Fruehling roeche. Da wurde es mir dann endlich klar.

Es liegt gar nicht an meinem klugen Gesichtsausdruck, dass ich in den letzten zwei Tagen von ungefaehr jedem, der eine Frage auf der Lippe hatte, nach dem Weg, der richtigen U-Bahn Station, der richtigen Zugrichtung, dem naechsten Bahnsteig und nach dem Wetter gefragt wurde. Es liegt an der Aura von Aloe Vera, Kokosnuss und Ziegenmilch.

Heute morgen (bevor es mir wie Schuppen von den Augen fiel) setzte sich dann, um dem ganzen die Krone aufzusetzen ein Wesen neben mich, das mich die ganze Zugfahrt lang anstarrte. Mich und mein Strickzeug, dem zweiten Schal, an dem ich arbeite, und ueber den ich auch noch was zu philosophieren habe.

Dieses Wesen, Mann, war nicht nur bereits am fruehen Morgen leicht angeseuselt, sondern versuchte auch noch zu allem Ueberfluss, Konversation zu betreiben. In einem Englisch, dessen Akzent ich nicht verstand. Er war recht freundlich und nicht unangemessen aufdringlich, dennoch war es mir nicht ganz geheuer und ich musste an Ev's Erlebnis denken. Zum Glueck stieg er, nachdem er ein inniges Gebet mit ueberzeugender Bekreuzigung losgeworden war, zwei Stationen vor mir aus. Und wuenschte mir mit freundlichem Laecheln einen schoenen Tag. Und da tat es mir fast leid, dass ich angewidert war.

Aber nur fast.

Katastrophentag

Ihr seid es ja nicht anders gewoehnt. Es gibt mal wieder einen Katastrophenbericht.

Angefangen hat es ganz harmlos. Damit naemlich, dass wir einen Termin hatten, uns ein neues haus anzuschauen. Eines, das auf den Photos sehr vielversprechend aussah. Was sonst?

Auf dem Weg dorthin fiel uns auf einmal ein Geraeusch auf. Ein Pfeiffen. Vom Reifen. Es wurde mit zunehmenden Kilometern auch zunehmend lauter und klang am Ende wie der Warnton einer Zuglokomotive. Weshalb Lisa auch froehlich in ihrem Autositz sass und "Tschutschu" (Zug) vor sich hinbrabbelte. L und mir war nicht ganz so lustig zumute. Er vermutete, dass es mit den hinteren Bremsen zu tun hatte. Langsam zwar aber dafuer mit hinreichender Stimmgewalt erreichten wir das Haus, das in einer sehr ruhigen (jedenfalls bis wir auftauchten) Nachbarschaft gelegen war. Kaum angekommen, mussten wir erfahren, dass es bereits vermietet ist.

Alle Aufregung umsonst also. Selbst das Geraeusch der Bremsen verschwand enttaeuscht. Was uns jedoch ganz recht war.

Den Nachmittag verbrachten Lisa und ich dann vor dem Fernseher (Hey, hey, Wickie) und der Ehemann mit der Reparatur des Autos, bis ich mich entschloss, ein T-Shirt fuer den fertigen Hosenanzug zu kaufen. Lisa also in den Wagen gepackt und auf zu Sears. Dort wollte das Kind erstmal in den Einkaufswagen, was mein Herz immer etwas hoeher schlagen laesst, weil es den Einkaufsvorgang immens beschleunigt. Die Freude war natuerlich von kurzer Dauer. Kaum sah sie all die Kindersachen, wollte sie auch auf keinen Fall mehr im Wagen bleiben.

Im Folgenden versuchte ich also, ein braunes T-Shirt zu finden (farblich ein beinahe hoffnungsloses Unterfangen), waehrend Lisa von einem Kleiderstaender zum anderen sprang, und ihre eigenen Vorlieben kundtat. Was meist darin endete, dass ich das Chaos vom Boden wieder auflesen musste, nur um gleich darauf Lisa vor einem anderen Staender wiederzufinden. Schliesslich entschloss sie sich, ihre Schuhe und Jacke auszuziehen und nun befreit durch den ganzen Laden zu laufen. Meine Suche nach dem Shirt war zum Glueck kurz davor erfolgreich gewesen und ich konnte mich an die Verfolgung machen.

Schliesslich gelang es mir, Lisa davon zu ueberzeugen, dass sie keinen weiteren Kinderwagen brauche, da ihr eigener im Auto waere, wo wir denn auch gleich hinkoennten. Auf dem Weg zum Auto setzte ich sie auf eine Bank, um ihr (vergebens) Schuhe und Jacke wieder anzuziehen. Ich entschloss mich, die 25 Pfund ueber den Parkplatz zu schleppen, um weitere Konfrontationen zu vermeiden.

Im Auto angekommen, setzte sich das Kind gluecklich hupend vors Steuer und war weder im Guten noch mit Zwaengen auf ihren Sitz zu bewegen: Windelwechsel war angesagt. Diesen erledigte ich im Kofferraum, wo Lisa dann ihre Yogamatte entdeckte, die dann auch partout mit nach vorne musste.

Daheim angekommen, klingelte auch schon das Telefon. Ob ich meine Tasche verloren haette. Meine Gedanken wanderten zurueck zum Auto und tatsaechlich, es schien, als haette ich keine Tasche dabeigehabt. Glueck im Unglueck ist, dass der Anrufer nicht nur meine Tasche gefunden hatte (die ich neben Lisa auf die Bank gelegt hatte), sondern auch mein Telefon und dort meine Telefonnummer fand. Es gibt sie doch noch, die ehrlichen Menschen!

Nachdem ich meine Tasche wieder abgeholt, den redlichen Finderlohn bezahlt und dem ehrlichen Finder vielmals gedankt hatte, schien es, als koennte der Abend nur noch gut werden. Wurde er auch, bis auf den Moment, in dem Lisa rueckwaerts vom Stuhl runterschlitterte und zwischen Stuhllehne und Sitz eingeklemmt wurde. Da ihr Kopf nicht durchpasste, spannte sich das arme Kind so an, dass es weder vor noch zurueck ging und ich mir schon ernsthafte Gedanken machte, ob wir den Stuhl auseinandersaegen muessen. Mit viel gutem Zureden jedoch, schaffte ich es, sie davon zu ueberzeugen, dass sie den umgekehrten Weg zurueck muss. Nach einigem Druecken und Ziehen, ploppte sie schliesslich heraus und brauchte auf den Schreck erstmal Milch.

Mama hingegen braucht jetzt was haerteres. Ein Bier vielleicht.

Puh

Zwei Wochen in meinem neuen Job habe ich schon fast vergessen, wie es war, als ich zuhause gearbeitet habe. Der Mensch ist eben doch ein Gewohnheitstier.

Ich arbeite Montags von zuhause aus und den Rest der Woche taeglich 7 Stunden im Buero. Das geht also grade noch. Letzten Freitag habe ich mich dann von einer langen Arbeitswoche mit einem Besuch bei Artfibers belohnt. Und auch gleich einen Strang Ming (Seide und Wolle)erstanden, aus dem ein Schal werden wird. Ich habe naemlich ausserdem "Victorian Lace today" meiner Buchsammlung hinzugefuegt. Ein Buch, dass mich voellig begeistert, da es nicht nur Riesenschals beinhaltet, sondern auch tragbare.

Ansonsten reiche ich noch ein Photo des Baby-Anzugs nach. Zu klein fuer Lisa, aber hoffentlich ein willkommenes Geschenk fuer ein Neugeborenes. Anstatt einen Pullover dazuzustricken, werde ich ein T-Shirt kaufen (das Kind ist in Texas, braucht keinen Pulli.).

Und, sind die Knoepfe nicht zu suess?

Romper


Knopf



Babies

Es gibt wieder Babies in meiner naeheren und ferneren Umgebung!
Das heisst, ich kann wieder etwas stricken, das dann auch getragen wird, und nicht, wie von meinem Kleinkind mit Bestimmtheit abgewiesen.

So entsteht zur Zeit ein Baby-Anzug. (Bezeichnenderweise findet meine Tochter den richtig spannend und wuerde ihn gerne tragen. So sitzt sie denn abends auf meinem Schoss und hat ihre Beine in den Beinen des Anzugs und verlangsamt dadurch die Fertigstellung betraechtlich.)

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Das Muster ist aus "Chic knits for Stylish Babies" von Patricia Wagner. Ganz suesse Sachen sind da drin. Und gar nicht einheitlich.  Das Titelbild zeigt eigentlich das scheusslichste Outfit. Keine Ahnung, warum das gewaehlt wurde.

Der Anzug hat ein Zopf- und Rippenmuster und ist daher sehr dehnbar. (Schoen, wenn es um Babymode geht, dann kann das Teil laenger getragen werden). Das Muster habe ich dahingehend abgewandelt, dass ich die Beine in Runden gestrickt habe. Im Nachhinein gesehen, haette ich das lieber bleibenlassen sollen: Denn bei den Zunahmen zwischen den Beinen fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen - das Muster passt nicht mit nur 18 neu angeschlagenen Maschen. Bloed. So geht es, wenn man den Angaben im Buch nicht folgt. Jetzt ist der Anzug halt etwas weiter als geplant. Macht aber nichts wegen dem Rippenmuster, es zieht sich schon genuegend zusammen.

Ich habe dann auch schon die Knoepfe ausgesucht und bin eigentlich recht stolz auf das Ergebnis bislang.

Die Zukunft der USA

Die erste weibliche Praesidentin oder ein Mann, der uns alle inspiriert?
Ende letzten Jahres war es fuer mich noch eine zwiespaeltige Entscheidung, inzwischen habe ich die feste Hoffnung, dass ein neuer Wind ins Weisse Haus einzieht.

Und fuer alle, die Zweifel haben, sei hier diese Geschichte eingebracht, die zeigt, wie zugaenglich dieser Kandidat tatsaechlich ist.

Ein ganz normaler Sonntag

Aufgewacht mit Halsschmerzen, einem Kuesschen von der Kleinen und einem hustenden Mann.
Lisa mitgenommen, um leidendem Mann noch ein Stuendchen Schlaf zu goennen.
Kaffee gemacht, dabei das Kaffeepulver vergessen.

Inzwischen war Lisa reif fuer einen Windelwechsel. Kaum war sie ihren Kleidern und der nassen Windel entledigt, raeumte sie auch schon die inzwischen erreichbare Schublade mit den Hosen und Roecken aus. Jedes Kleidungsstueck wurde mit dem noetigen Freudesausbruch herausgezogen und ins Buero getragen, wo inzwischen Oma und Opa am Telefon (Skype) waren. Als Lisa dann die einzige Unterhose fand, die sich in ihrem Besitz befindet, wollte sie auch partout keine Windel mehr, sondern nur noch die Hose. Und die lange Hose darueber. Und die rosa Sommerhose dazu. Und schliesslich noch die blaue kurze Hose.

T-Shirts gabs dafuer nur zwei, die ihr Interesse erregten.

Die Freude hielt nur fuer ungefaehr fuenf Minuten, als sie denn auch schon alles durchnaesst hatte.

Kurze Diskussion mit der Oma in Deutschland gefuehrt, die nicht verstehen kann, warum die Kleine noch immer nicht aus den Windeln ist. Lisa schaemte sich sichtlich ob der nassen Hosen. Alle vier Hosen landeten auch gleich im Waeschesack. Lisa landete erstmal an der Kante des Aktenschrankes.
High Life. Grosses Gezetere, das damit endete, dass die Mama nachgab und das Kind ohne Klamotten durch die (erwaermte) Wohnung lief.

Mittagessen gestartet. Fleisch vom Haehnchen abgezogen. Brot noch nicht in den Ofen getan (in Erinnerung daran, dass es letzte Woche verkohlt herausgezogen werden musste). Pfanne auf den Herd gesetzt. Von Lisa am Bein weggezogen worden.

Durch Kommentare (Pipi, Poopoo) ermuntert, den Topf ins Bad gestellt. Lisa beobachtet, wie sie sich freiwillig daraufsetzte, ihr kleines Geschaeft erledigte und freudestrahlend herunterkam. Viel Lob ausgeteilt. Papa aufgeweckt mit der freudigen Nachricht, dass es bald Mittagessen gibt. Lisa abgewischt.
Zurueck in der Kueche erstmal alle Tueren aufreissen muessen, weil das Oel in der Pfanne kurz vor dem Entflammpunkt war und den Rauch in der gesamten Kueche verteilt hatte. Kind zurueck ins Schlafzimmer gebracht, um es keiner Lungenentzuendung auszusetzen (noch immer kleiderlos).

Pfanne geschrubbt.
Doch noch ein Sandwich zustande gebracht.

Beim Essen dann das Glas ueber den Teller ergossen. Hunger laesst auch nasses Sandwich geniessbar erscheinen.

Abends keine Lust auf Huehnersuppe. Stattdessen Hotdogs mit Ketchup, Senf und Zwiebeln. Beim Zwiebelschneiden  in den Finger geschnitten.  Pflaster ueberklebt, nicht strickbehindernd. Alles in Ordnung.

Der Ehemann telefoniert inzwischen mit Oma und Opa in Californien  Laesst dabei das  Brot im Ofen anbrennen. Zieht los, um neues zu kaufen. Frau genehmigt sich inzwischen ein Bier, stellt die Flasche ins Wohnzimmer zwischen die Sessel aus der Gefahrenzone. Sammelt zweimal die geschnittenen Zwiebeln vom Boden auf, die die Tochter mit der Gabel auf den Teller zu transportieren versucht.

Das Abendessen hingegen verlaeuft ereignislos.

Gemuetlicher Abend vor dem Fernseher beginnt mit Aufwischaktion, da Tochter das vergessene Bier beim Aufsteigen aufs Sofa verschuettet.

Wo mein Kopf ist? Frage ich mich auch manchmal.

Der Ernst des Lebens

Demnaechst fange ich dann also wieder zu arbeiten an. Nicht ganz vollzeit (35 Stunden), aber zeitaufwendig genug.

Nun, die guten Seiten daran sind:
Wenn man arbeitet, verdient man auch Geld.

Mehr faellt mir auf der positiven Seite nicht dazu ein.

Nein, ganz ehrlich, so ganz negativ ist es ja auch nicht, dass ich mal wieder aus dem Haus komme und mich mit Erwachsenen ueber andere Dinge als Kindererziehung unterhalten kann. Wie eine neue Arbeitsstelle sich auskommt, weiss man sowieso immer erst, wenn man ein paar Wochen dort gearbeitet hat.

Der Job klingt jedenfalls interessant und ein kleines bisschen Herausforderung ist schon auch gesund. Ich hoffe, mich nicht zu sehr verausgaben zu muessen.

Meine Chefin hat ebenfalls ein kleines Kind und arbeitet daher ebenfalls teilzeit. Somit war Flexibilitaet ein ganz grosses Thema waehrend der Vorstellungsgespraeche. Mal sehen, wie weit das den Tatsachen entspricht.

Danke jedenfalls allen, die ab und zu die Daumen gedrueckt haben.

Kosima

English Translation of my pattern Kosima:

Download kosima_english.pdf


Kosima_musterdetails_mit_arm

Kosima_komplett


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Anderer Kruscht

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