Die IKEA Gesellschaft
Das 20. Jahrhundert klang in San Francisco aus, ohne jemals IKEA gesehen zu haben. Der erste IKEA oeffnete im April 2000, passend zu meinem Einzug in meine erste Wohnung hier. Mein ebenfalls deutscher WG-Mitbewohner und ich machten uns gleich freudig auf, ein Stueck IKEA-Heimat ins Wohnzimmer zu holen. Leider hatte an dem Eroeffnungswochenende noch ungefaehr jeder zweite Bay Area Einwohner diesselbe Idee.
Nachdem wir ausgiebig den Ausblick vom Untergeschoss der Oakland-Bay Bridge genossen hatten, bedingt durch den Mega-Stau, in dem wir uns befanden, mussten wir ungefaehr genausoweit weg im Umland parken, da das Parkhaus noch nicht fertig war und alle fuer die Kaeufer vorgesehenen Parkplaetze bereits belegt waren. Nach einem laengeren Fussmarsch und Anstehen, um ueberhaupt das Gebaeude betreten zu koennen, fanden wir uns umgeben von Bekanntem und freuten uns, dass den Kaliforniern endlich ein Stueck Europa naehergebracht wurde.
Als wir dann am Montag im Buero von unseren Einkaeufen erzaehlten, fragte uns eine Kollegin erstaunt, ob wir IKEA denn auch in Europa haetten.
Das ging wohl an ihr vorbei. Und bringt mich zu einem anderen Erlebnis der dritten Art. In meinem damaligen Buero hing auch eine Luftaufnahme von meinem Heimatdorf - anstelle des Verlobungsphotos, das die anderen Schreibtische ziert. Da ich meinen Mann bereits kenne und ausserdem kein Verlobungsphoto besitze, da wir den Zwischenschritt ausgelassen haben, haengt an meiner Wand eben ein Bild von meiner Heimat, die ich nicht jeden Tag sehen kann.
Jedenfalls sah ein neuer Kollege das Photo. Er war noch nie in Deutschland gewesen und schaute mich erstaunt an als er sah, dass wir dort geteerte Strassen haben. Ich war noch am Schlucken, als eine andere Kollegin, die mit einem Deutschen verheiratet ist, und demzufolge bereits schonmal die Staatsgrenzen ueberschritten hatte, zur Rettung kam und meinte, die Strassen in Deutschland seien zum groessten Teil besser als die Strassen hier. (Was ich nur unterschreiben kann. Die Deutschen haben nur selten Schlagloecher auf der Autobahn und reparieren meistens irgendwo irgendwas.)
Das Bild, das sich Amerikaner von uns Deutschen machen, ist gepraegt vom zweiten Weltkrieg und dem Oktoberfest. Vielleicht noch Heidelberg und Neuschwanstein. Aber bevor ich umgekehrt in dieselbe Verallgemeinerung verfalle, sage ich noch dazu, dass dies Einzelbeispiele sind. Ausserdem gibt es diese Engstirnigkeit ueberall. Ignoranz ist kein amerikanisches Phaenomen. Und weltoffene, tolerante Menschen gibt es auch beiderseits des Atlantiks (und Pazifiks).
Doch zurueck zu IKEA. Inzwischen eroeffnete eine zweite Niederlassung in East Palo Alto (der ehemaligen Moerderhauptstadt der USA, jetzt zwangsaufgemoebelt mit einem Einkaufszentrum).
Jetzt fehlt nur noch Aldi (der sich immerhin an der Ostkueste behaupten kann, aber noch nicht ueber die Rockies vorgedrungen ist).







I enjoy reading your blog - or at least the Google translation! I gather you are currently in the US? Here in Australia we still hear of some in the US who wonder what language we speak! There was a story in today's paper about a US businessman asking such a question. Oh dear. We are still confused with Austria by some, too.
Have you done the resubmit for level 2 yet? I'm trying to get level 1 wrapped up, but keep putting off the blocking report. There's also some confusion on the Yahoo list about the cable gauge question. So I'll wait to hear the outcome of that before submitting.
Kommentiert von: Susan | 24. Januar 05 at 14:27