Wir alle kennen das Gefuehl, wenn man auf etwas wartet und die Zeit ueberhaupt nicht vergeht. Besonders in jungen Jahren - wie lange hat es immer gedauert, bis die Adventszeit vorbei war und Weihnachten endlich vor der Tuer stand. Oder der naechste Geburtstag. Ist die Zeit ueberhaupt vergangen?
Als dann die Schule anfing, ging es schon etwas schneller. Wieder Fastnachtsferien, wieder Ostern, wieder Sommerferien. Ein Schuljahr konnte manchmal viel schneller um sein als man wollte.
Tja, und je aelter man wird, desto seltener wird der Wunsch, Tage und Stunden bis zu einem Ereignis zu zaehlen, da die Zeit sowieso viel zu schnell verrinnt.
Heute morgen jedoch sinnierte ich ueber die Tatsache, dass "ein Moment", "eine Sekunde", und "gleich" manchmal laenger dauern kann als "noch 5 Minuten". Das ist der Fall, wenn das Kind ein Puzzle machen moechte, und die Mama erst das Fruehstueck noch fertigmachen will. Da wird "warte kurz" zu "warte, bis ich den Kaffee aufgesetzt, die Blumen gegossen, das Brot in den Toaster geworfen, und etwas zu Essen fuer Noah gemacht habe". Und schliesslich gipfelt das schlechte Gewisssen darin, dass die Mama dann noch den Computer anstellt und einen Blogeintrag macht.
Waehrend, wenn es darum geht, eine Taetigkeit des Kindes abzuschliessen, weil Mama irgendwo hin will oder wieder vom Park oder einer Spielgruppe nach Hause will - da koennen "noch 10 Minuten" zu einer Rekordkurzzeit werden.
Ist schon ungerecht, oder?
Auf zum puzzeln.






